Guter Content ist King! Alter Hut, wissen alle Internetworker, und wurde schon an zig Stellen im Internet wirklich ausführlich gut beschrieben – Keine Angst, es folgt keine erneute Ausgabe. Doch woher wissen wir eigentlich, ob unser Content auch wirklich interessant für die Leser ist?

Schnelle Exkursion: Guter Content.

Guter Content ist Ansichtssache. Jeder Besucher einer Webseite durchleuchtet diese aus anderer Perspektive und mit anderen Hintergrundinformationen, so können Inhalte thematisch für zwei Benutzer vollkommen unterschiedlich wahrgenommen werden. Besucher eins findet den Inhalt Spitzenklasse, und Besucher zwei zum Beispiel überhaupt nicht. Die Zielgruppe des Inhalts sollte angesprochen und animiert werden, den Inhalt zu lesen. Hinzu gehören Aufbereitungs- (Aufmacher, Gliederung, Listen, Tabellen, Bilder…) und Schreibstil. Zu diesem Thema kann an anderer Stelle gerne weiter recherchiert werden – ich traue mich nicht dazu weiter auszuführen, weil ich mich definitiv nicht ausreichend gut mit diesem Thema auskenne. Halten wir nur fest: Was andere gut finden, muss nicht für mich zutreffen und anders herum. Bitte akzeptieren und nicht zerreißen. Streng nach dem Motto: In der Demokratie hat man das Recht alles zu kritieren, muss man aber nicht. Leider machen von diesem Recht nicht allzu viele Leute Gebrauch…

Konservative Messbarkeit 1.0

In den alten Tagen der 1:n-Beziehung eines Webangebotes wussten wir nur anhand sehr wenig Möglichkeiten, ob und wie unser Inhalt wahrgenommen wurde:

  • Page-Analyse in Webstatistiken halfen uns stets herauszufinden, welche Inhalte besonders oft gelesen wurden. Zu den Anfangszeiten wurde dabei allerdings versäumt, wohlklingende URL’s zu gestalten. Oftmals wurde aus einer index.php anhand von GET-Parametern unterschiedlicher Content ausgeliefert. Dies machte es schwer, wirklich genau herauszufinden, wie viele Abrufe tatsächlich stattgefunden hatten. Dieses Problem brachte noch mit, dass Suchmaschinen oftmals hier entweder die Mitarbeit einstellten, oder der Beitrag eben nicht für jeden Suchmaschinenbenutzer sauber auffindbar war. Heute verwenden wir deswegen viele Hilfsmittel, die alle unter dem Schlagwort SEO gebündelt sind, unten mehr dazu.
  • Viel wichtiger als Messgrundlage waren allerdings auch damals schon die Kommentare einer Webseite. Hatte die Page viele Kommentare wussten wir Betreiber, das die Seite und deren Inhalt lebt. Das war toll und verdammt wertvoll, fast keine Newspage kam ohne Kommentierfunktion um die Ecke. Diese wurde meist mit einer “Community” verbunden, die Anfänge der heute alltäglich und als normal empfundenen n:m-Beziehung war geboren.

Messbarkeit 2.0

Teilen! Wir teilen alles im Internet, so oft und umfangreich es geht. Das gilt insbesondere für gute Beiträge, auf die wir hinweisen wollen. Dementsprechend ergeben sich für die Messbarkeit vollkommen neue Hintergründe:

  • Durch Tweets auf Twitter wird auf einen Inhalt hingewiesen. URL-Shortener wie bit.ly helfen dabei, die wohlklingenden Titel unserer SEO-Optimierten Webseiten auch entsprechend anbieten zu können. Das hat zudem noch den Vorteil, dass generell mehr Page-Impressions generiert werden. Unheimlich viele Twitter-Clients laden kleine Previews aller in den Tweets angegebenen Links, und fassen diese Informationen zusammen. Ich hatte dies mit einem befreundeten Entwickler ende letzten Jahres getestet: Bei 500 Followern wurde eine willkürliche URL aus einem Tweet mit entsprechendem Text, die sonst nirgendwo propagiert war, 382 mal geöffnet.
  • SocialBookmark-Services sorgen dafür, dass ein Inhalt längerfristig für einen Benutzer bzw. Benutzergruppe gespeichert werden. Hier wird anhand von Tags dafür gesorgt, dass der verlinkte Inhalt auch in einem halben Jahr noch zugeordnet bleibt.
  • Andere SocialNetworks, ich nehme mal Facebook als Beispiel, ist ebenfalls eine Möglichkeit, auf Inhalte hinzuweisen und erneut zurück zu greifen. Wenn einer unserer Besucher einen hohen Anteil an Freunden in einem solchen Netzwerk hat, erzeugt die Wertschätzung dieses Users auf unsere Inhalte ebenfalls weitere Page-Impressions.

Das Teilen von Inhalten ist nichts anderes als Wertschätzung und Empfehlung auf einen Inhalt. Internetworker-Deutsch “Recommendations”, sind wichtiger denn jeh – Was im wahren Leben schon immer von Bedeutung war, nämlich der gute Tipp und die Empfehlung von Freunden und Bekannten, kann nun auch im Internet nicht länger nur die Empfehlungen über ein Restaurant oder einen neuen Flatscreen-Fernseher, sondern eben auch Inhalte angewendet werden.

Haben wir viele “Fans” von Inhalten unserer Seiten, steigert dies natürlich auch die Zugriffszahlen und somit den Wert der Seite. Viele Fans bedeuten viel Aufmerksamkeit, und das sorgt dafür das weitere Besucher auf unsere Seite strömen. Ganz nach dem Motto “Wenn die das alle gut finden, will ich mir das auch mal anschauen…” freuen wir uns also über jede Verlinkung. Weiterer Ketteneffekt hier: Suchmaschinen bewerten oftmals nach der Anzahl der Verlinkungen der Website (Link-Love/Blogrolls sind nach wie vor deswegen so populär).

Ich freue mich also genauso wie andere Autoren über möglichst viele Empfehlungen auf diese Gedankenstexte hier, der Grüne Button unten Links ist super dafür…

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