Computerspieler und ihre fehlende Lobby
Lange habe ich überlegt, ob ich etwas zum aktuell hochdiskutiertem Frontal21-Berichtes schreiben soll – ich werde es nicht tun. Heute haben ich den offenen Brief von Thomas Schypior auf counter-strike.de gelesen und stelle fest, daß er exakt alle Punkte anspricht die ich ebenfalls kritisieren wollte.

Es ist immer wieder schade zu sehen, was durch fehlende oder falsche Recherche in diesem Bereich von vielen Journalisten fabriziert wird. Man bedient hier ganz klar Klischees und haut auf eine “Randgruppe”, die leider keine Lobby aufweisen kann. Jegliche Versuche eine solche zu Bilden, wurde in der Vergangenheit stehts zerschlagen. Was mich leider weiter zu tiefst ärgert, ist das Fehlverhalten der meisst jungen Computerspieler – hier wird wild aufgrund purem Aktionismus und fehlendem Wissen lautstark rumgrakelt und sämtlichen Foren gefloodet. Dieses Verhalten ist auf einer ebene mit dem der Redakteure und Pressevertreter anzusiedeln und wird seitens vieler “erwachsener” Computerspieler zutiefst bedauert.
Nun – so durften wir uns auch nach dem letzen Bericht wieder anhören, daß die Politiker hier etwas ändern wollen und werden. Selbst “Hersellungsverbot” wurde gefordert. Daß die Computerspieleindustrie aber mehr Geld im Jahr umsetzt als die Traumfabrik Hollywood, wird auch in diesem Bericht wiedermal vergessen…
Ich empfehle jedem da draussen, dem das Thema halbwegs interessant scheint (oder mit den Vorurteilen aufräumen will), sich zuerst den Bericht anzuschauen, und danach den offenen Brief von Thomas Schypior durchzulesen. Es ist viel Text, aber er ist es wirklich wert zu lesen.


